Markgrafenzeit

Markgraefliches Herrschaftsgut

1549 -1550 Umwandlung Kloster in ein marktgräfliches Herrschaftsgut der
Kulmbacher Markgrafen Albrecht Alcibiades (Säkularisierung)
Besetzung Klosteramt mit Beamten, unterstand dem Oberamt Baiersdorf
1550 Klosterbrauerei wurde als herrschaftliches Brauhaus betrieben
1550 Einsatz eines Klosterverwaltungsamt
1551 Amtmann von Streitberg berichtet: keine Ordensperson mehr im Kloster sei
20.5.1553 Zerstörung des Klosters und der Kirche im II. Marktgräfler Krieg
(Bundesständischer Krieg) durch Nürnberger Söldner
1553 Verwaltung durch reichstädtischen Pfleger Franz Grüner Großgründlach
Klosterwälder wurden teils verbrannt, teils abtransportiert
1556 - 1603 Georg Friedrich der Ältere * 5.4.1539 + 25.4.1603,
1556 Markgraf zu Ansbach und 1557 zu Kulmbach
1557 Wiederaufbau Klostergut als Lagerhaus
1569 Pfarrer von Frauenaurach bittet um Genehmigung einer Schule
beim Markgrafen Georg Friedich der Ältere
1583 - 1588 Wiederaufbau Klosterkirche unter Marktgraf Georg Friedrich der Ältere
(1557 - 1603) und Einbau von drei Getreideb den in die Kirche
15.8.1587 Klosterverwalter Niclas Hager
1588 Pfarrer Andreas Tribellius
1596 Versuch der Klosterverwaltung die Genehmigung einer Schule zu erhalten

Markgrafenzeit 17. Jahrhundert

1603 - 1655 Christian * 30.1.1581 + 30.5.1655, Markgraf zu Brandenburg und Bayreuth
1616

Auftrag zur Ausarbeitung Baupläne für Frauenauracher Schloß an Jacob Wolff
d. J (1572-25.2.1620), Stadtbaumeister zu Nürnberg durch Markgraf Christian von
Brandenburg Kulmbach
1618
Baubeschreibung für das Frauenauracher Schloss von Jacob Wolff d.J.
Gebäude wird für 9788 Gulden erbaut
1618 - 1648 Dreißigjähriger Krieg
1619
Musterung in Frauenaurach 6. Mai - 12. September durch
Obristleutnants Jörg von Lichtenstein
1625 Weisung des Markgrafen Christian an den Verwalter von Frauenaurach, den
Juden in Bruck und Baiersdorf einen Maulesel um 30 Reichstaler zu verkaufen
19.6.1630 Schwedisches Heer liegt südwestlich von Kriegenbrunn
1631


Klostergebäude wird geplündert und erneut niedergebrannt, durch Tillysche
Kriegsvolk (1631, 3. Oktober bis 1632, 14. März) Die schwedischen Generale
Königmark und Wrangel, ebenso der Kanzler Oxenstierna haben vorübergehend
in Frauenaurach geweilt
1632
Zerstörung des Orts im 30jährigen Krieg, vorwiegend durch die kaiserliche
Besatzung aus Forchheim, Bürger fielen dem Krieg zum Opfer
1633-1653 Pfarre Frauenaurach unbesetzt
1640 gab es keine Frauenauracher Bürger mehr
7.3.1640

Augenschein und Kostenschätzung durch Castner David Scipione aus
Baiersdorf zur Reparatur des Frauenauracher Schloss. Der Marstall hatte nach
diesem Bericht 66 Stellplätze für Pferde
1641 Klosterverwalter Justinus Mönius, Klostermühle Georg Mayer
1645 - 1651 Ausbesserung und Erneuerung des Frauenauracher Schlosses
1647/1648
Teile des bayrischen Heeres nehmen in Frauenaurach Quartier
Verwüstung und Ausplünderung
1649 -1669 Bau Klosterhof mit Klostermühle und Schankstätte
1653 Klosterverwalter Johann Schamel, Evang. Pfarramt wieder neu besetzt
1653 Pfarrer Johann Wolfgang Kleesattel
1653 - 1687 Glaubensfl chtlinge aus Nieder-Österreich siedeln sich an
1654 Innen-Renovierung des Schloss unter Markgraf Christian
1655 - 1712 Christian Ernst * 27.7.1644 + 10.5.1712 Markgraf zu Brandenburg und
Bayreuth
1655 - 1662 Georg Albrecht führt für seinen Neffen Christian Ernst die Regierung
1660 Schreiben von Pfarrer Vorsattel an Markgrafen wegen seiner Einkünfte
1663 Innen-Renovierung Schloss unter Markgraf Christian Ernst
1665 Untere Getreideb den in der Kirche werden entfernt und Einzug der Holztonne
1665 - 1679 Steuerverzeichnis für Frauenaurach
2.4.1666 Bericht des Klosterverwalters Schamel: Kriegenbrunn und Hüttendorf
Frauenaurach zugeschlagen
1667 Einbau der Emporen in die Klosterkirche

Bürgertum

1670 Markgraf Christian Ernst vergibt Bauplätze und Klostergrundstücke
Vererbungsgüter mit Zehnt- Zins- und Handlohnpflicht
1670 Klosterhof (Amtshaus, Schloss, Zehentscheune, Brauhaus, Wildmeisterei,
Sägmühle, Torhaus), Klostermühle, Hirschenwirtshaus, Pfarrhaus,
Försterhaus, Schulhaus, Klosterkirche
1670 Chorturm an Frauenauracher Kirche wird errichtet
12.1.1675 Bericht des Verwalters Christian Moenius
1676 Frauenaurach hat 26 Anwesen, zwei Tafernwirtschaft, Beckenhaus,
Ziegelhütte mit Schankgerechtigkeit, Schmiede
1678 Bericht des Klosterverwalters Christian Burckhardt Moenius
1678 Bericht: Das Wirtshaus und Bräustatt, welches Conrad Hoffmann gekauft, ist
bereits erbaut mit einem zweigädigen Wohnhaus und einem Stadel, beides mit
Ziegeln bedachet und bewohnet dasselbe".
1679 Einbau einer Orgel und einer Kirchturmuhr in die Kirche, Erneuerung des
äußeren Tors
11.3.1680 Bericht zum Fehlen eines Schulhauses
23.4.1680 Markgraf Christian Ernst bewilligt neue Schule
1682 Klostermühle neu errichtet
1686 -1693
Frauenauracher Schloß wird provisorisches Quartier für Hugenotten
Nutzung bis 1693 für Wohnung und Gottesdienst
1686 Klosterziegelei durch Brauereibesitzer Jacob Memmert aus Bruck erbaut
Kammerrat Mösch auf der Urkunde erwähnt
1686 Bau der Sägmühle mit Wasserzulauf Mühlgraben aus Neueses
1689 Schulhaus errichtet
1691 Im Kirchendach wurden Getreideböden eingebaut
1693 Wiedererbauung eines Pfarrhauses (jetziges Pfarrhaus)
1693 Bau der Köchelmühle(Zwanzger)
1695 Fertigstellung des Pfarrhauses
1698 Frauenaurach hat 39 Anwesen

18. Jahrhundert

1703 Erweiterung der Sägmühle durch Georg Ammon zu einer Mahl-
und Schneidmühle
1704 Privilegien Befreiung von Landsteuern und Befreiung vom Militärdienst
Unterhalt der Kirche und Schule, Baulast für die Brücke
1709 - 1717 Bau des Schneckenturms (Kirchturm) und Sakristei in barocker Form
durch Georg Kannhäuser, Fertigstellung 31.10.1717
1.9.1709 Grundsteinlegung der Glockenturms
1710 - 1780


Schloss wird zur Kaserne umgewandelt
Die fürstlichen Gemächer im Erdgeschoß werden zu Stallungen, der
bisherige Marstall zur Zehentscheune. Im Gebäude wurde eine
Reuther-Compagnie untergebracht
1712 - 1726 Georg Wilhelm *16.11.1678 +18.12.1726, Markgraf zu Bayreuth und
Brandenburg
31.10.1717 Glockenturm fertig gestellt
12.11.1717 Antrag den Chorturm an der Kirche wegen Baufälligkeit zu entfernen bei
Markgraf Georg Wilhelm
17.11-1718 Holzbrücke von David Thaler über die Aurach
1719 Frauenaurach hat 46 Anwesen (28 geringe Güter, 18 Besitz)
28.6.1722 Brand äschert 20 Gebäude ein
1722 Sägmühle wird erbaut
1726 - 1735 Georg Friedrich Karl *19.6.1688 + 17.5.1735, Markgraf zu Brandenburg,
Bayreuth
1728 Klosterhof wird Friedhof (frühere Nonnengarten)
1733 Ortsplan von Frauenaurach
1740 Schützenverein in Frauenaurach
1753 Klosteramtmann Rhauin Steuereinnehmer Wolffgang Christoph Steinlein
18.1.1734 der schiefe Chorturm wird in der oberen Hälfte abgetragen und ein Spitzdach
aufgesetzt (bleibt bis 1899
1735 - 1763 Friedrich III *10.5.1711 + 26.2.1763 Markgraf zu Brandenburg,
Bayreuth
1740 älteste Schützenscheibe
1744 die große Kirchenglocke wird gegossen
1745 Frauenaurach hat 52 Anwesen und 56 Untertanen(Klosterverwaltungsamt)
1750 Georg Leonhard Eckard erwarb die Klosterbrauerei
15.3.1751 Antrag Verwalter, den Ort als Markt zu erheben, wird nicht gestattet
1752
Herrichten Schoß für Parforce-Jagt für eine Husarenkompanie unter
Markgraf Friedrich
1757 Gemeindeordnung Klosteramt Frauenaurach
1763 - 1769
Friedrich Christian *17.7.1708 + 20.1.1769 Markgraf zu Brandenburg,
Bayreuth
1769 - 1791 Karl Alexander 24.2.1736 + 5.1.1806, 1757 Markgraf zu Ansbach,
und 1769 Markgraf zu Brandenburg Bayreuth und Ansbach
27.4.1769 Bürgermeister Michael Brunner, Peter Helm
Antrag auf Befreiung vom Militärdienst
1770 Bierbrauer Fuchs bot den Kauf des Frauenauracher Schloss an
1770 Ergänzung des Pfarrhauses mit westlichen Obergeschoß
1778 Frauenaurach hat 68 Anwesen(Oberamt Baiersdorf)
3 Mühlen,1 Brauerei,7 Gasthäuser,3 Brandweinbrennereien, 1 Ziegelhütte,
1 Schmiede, 1 Bäckerei, 2 Melberei, Schuster, Schneider, Wagner, Weber,
Maurer, Zimmerer, Büttner, Schreiner, Drechsler, Seiler, Krämer,
Tabakschinner, Metzger
1780
Die Dachb den des Schlosses wurden gegen Miete dem Klosterverwaltungsamt
als Getreidelager überlassen
1788
Frauenaurache Schloss wird inspiziert durch Hochkammerrat Boye
aus Bayreuth, Vorschlag zur Einrichtung eines Getreidelagers
1788 Kostenvoranschlag, Umbaupläne und Umbau des Schlosses
von Georg Letsch aus Frauenaurach
1788 Markgräfliche Steinerne Brücke über die Aurach erbaut, ersetzt Holzbrücke

unter Preußen

16.1.1791 Frauenaurach gehört zum Königreich Preußen unter  Friedrich Wilhelm II
  König von Preußen (Verkauf der Fürstentümer an Preußen)
1795 Neubau eines Schulhauses (heutiges Mesnerhaus)
1798
 
Auflösung des markgräflichen Klosteramts und Umwandlung in
Preußisches Kammeramt
1799

 
Antrag des Kammeramtmanns Graner zur Einbau eines Logis im
Frauenauracher Schloss
Umbaupläne des Schlosses von Inspektor Riedel

  Änderung